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Primitivo im Interview

Der erste Drop von primitivo war am 24.04.2020, wie fühlst du dich? Bist du zufrieden?

Ich bin überwältigt. Mit so einem Zuspruch hätte ich nie gerechnet. Nach nur 24 Stunden war 90 % verkauft. Auch der Teaser hat extrem viel gutes Feedback bekommen. Ich kann nur noch mal sagen wie unfassbar dankbar ich für alles bin und ich auf jeden Fall auch auf mich stolz bin.


«dreams collection», was steckt dahinter?

Mein Traum. Etwas Eigenes zu schaffen. Leute zu motivieren und zum Nachdenken anzuregen.


«WE ALL DREAM»


Weil ich mir mit meiner eigenen Marke meinen Traum verwirklichen wollte, dreht sich in dieser Collection auch alles um Träume. Im Vordergrund steht vor allem die Vielfalt dieses Begriffs: Egal ob es der Traum in der Nacht ist, der dich zum Aufwachen bringt, oder ob es der Traum ist, welchen du jeden Tag verfolgst und lebst – das Design greift diese beiden Dimensionen auf und lässt daher auch sehr viel Interpretationsspielraum zu. Genauso, wie das auch die Realität tut.

«INTERPRET YOUR OWN REALITY»


Vorerst beschränkt sich deine Kollektion auf Shirts, wieso Shirts?

Vor allem, weil der Ursprung der Idee im Sommer kam. Shirts kamen für mich einfach am meisten in Frage. Ein Shirt kann man immer tragen, ob im Winter oder im Sommer. Anders als beispielsweise einen Hoodie oder ein Longsleeve.


Dürfen wir noch weitere Teile von dir erwarten? Wenn ja, welche?

Auf jeden Fall! Ich möchte das Ganze in Zukunft aber noch etwas «grösser» machen. Die nächste Kollektion wird mehr Pieces beinhalten. Ich möchte aber noch nicht zu viel verraten. Ich kann nur sagen, dass das Arbeiten an dieserMarke, dieser Ausdrucksplattform, welche ich mir geschaffen habe, meine absolute Lieblingstätigkeit ist. Mal schauen, was die Zukunft so mit sich bringen wird. Ich werde auf jeden Fallimmer das machen, was mir gerade Spass macht.


Wer ist der Erschaffer von primitivo und was machst du/ihr?

Der Erschaffer von Primitivo bin ich, Matteo Steinmann. Ich würde mich selbst als eine humorvolle und liebevolle Persönlichkeit mit ein wenig Grössenwahn und einem Auge fürs Detail beschreiben.

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Luzern. Schon als kleines Kind war ich sehr wissensdurstig und neugierig. 2017 begann ich die Lehre als Polygraf, wo ich dann auch mein Interesse für Design, Bildsprache und Typographie entdeckte und entwickelte.


Woraus nimmst du die Einflüsse für deine Kollektion?

Ich lasse mich gern von kreativen Personen und Orten in meinem Umfeld inspirieren. Ein typisches Vorbild habe ich also nicht. Es nehmen sehr viele philosophische GedankenEinfluss auf das Design und den Hintergrund der Marke. Auch politische Ansichten fliessen in das Ganze mit ein. Aber das Meiste entsteht durch meinen kreativen Kopf. Diese Kreativität wird bei mir durch ganz vieles erweckt, nur schon zum Beispiel durch die alt-neue Architektur von Luzern, aber auchgenauso durch die Natur, zum Beispiel durch einen plätschernden Bach oder einen stillen See. Auch passiert es mir oft, dass ich beim Reisen durch die kulturellen Unterschiede, die ich antreffe, inspiriert werde. Deshalb waren auch die beiden Aufenthalte in Italien in dieser Zeit sehr einflussreich, wie man am italienischen Markennamen «primitivo» erkennen kann.


Wen möchtest du mit deinem Brand ansprechen?

Ich spreche mit meinem Brand alle weltoffenen und modeinteressierten Personen an. Genauso aber auch solche mit einem Sinn für Kreativität und Kunst. Alle Personen mit einer ausgeprägten Fantasie. Das Design gibt keine Regel zur Interpretation vor, sondern dient allen als Denkanstoss.


Was macht den Primitivo Drop einzigartig?

Die Shirts sind von 1-50 nummeriert, was jedes Shirt zu einem Unikat macht. Die Nummerierung ist gestickt. Weiterhin gehört zu jedem Shirt eine Tragtasche und ein Lookbook, denn nebst dem Produkt an sich spielt auch das Gesamtpaket eine sehr wichtige Rolle und gehört genauso zu meinem Brand.


Dürfen wir weitere Kollektionen erwarten?

Ja, es wird bestimmt weitere Kollektionen geben.


Was sollte man sonst noch über dich/euch wissen?

Auch wenn ich es gegen aussen nie so zeigen würde, und auch viele in meinem direkten Umfeld mich nicht so beschreiben würden, habe ich doch auch eine unsichere und sehr sensible Art an mir. Es fällt mir manchmal schwer, einfach mich selbst zu sein. Deswegen ist mir mein Brand eben auch so wichtig, denn hier konnte ich genau das sein, nämlich mich selbst. Der Prozess war nicht immer einfach, es gab definitiv auch schwierige Momente. Doch ich habe durch dieses Projekt auch sehr viel über mich gelernt, und vor allem habe ich gelernt, dass Träume sich nicht von alleine verwirklichen.




Shop: https://dejamitdach.com/

Instagram: @primitivo.cl





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