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STERIL ELEKTRONISCH-FREIGEISTER PODCAST 011

Aktualisiert: 9. Nov 2020

Introducing! Live-act numero Uno: Freigeister

Das Zürcher Duo bestehend aus Nicola und Kevin a.k.a. Tibor Isaak, gibt es seit 2 Jahren in und um Zürich oft zu hören. An Anlässen, wie zum Beispiel dem Mad Katz fangen die Wände, wie auch die Gäste, an zu Schwitzen.


Was hat euch zur Live Musik bewegt?

Wir hatten beide schon sehr früh ein grosses Interesse an elektronischer Musik und hatten das Glück, dass wir dieses Interesse schon seit langer Zeit zusammen ausleben können.

Angefangen haben wir mit dem Auflegen. Nebenbei experimentierten wir mit Produktionen am Computer. Unsere Interessen und Vorlieben in der Musik haben uns konstant beinflusst und ergänzt. Vor gut 2 Jahren haben wir uns schliesslich unseren ersten Hardware Synth, die TB-03 von Roland Boutique Serie, gekauft. Dieser sollte einerseits das Auflegen zusätzlich ergänzen und andererseits auch in einigen Eigenproduktionen eingesetzt. wir sind mit der Zeit immer mehr mit Musiker*innen aus Zürich und Umgebung in Kontakt gekommen, die ohne DJ-Equipment, dafür mit Synthis, Sammlern und Ähnlichem ihre Musik gespielt haben. Das Kennenlernen dieser Community, war und ist immer noch eine grosse Inspiration.


Worin liegt für euch der Reiz am Live spielen?

Das Spielen eines Live Sets sin sehr interaktiv. Man interagiert ständig und steht direkt mit der Musik in Verbindung. Man kann sich noch viel mehr in diesem Strom verlieren. Die Beziehung zwischen Musiker*innen, Musik und Zuhörer*innen ist eine äusserst intensive, die wir sehr schätzen. Man hat das Gefühl, dass einem in der Musik keine Grenzen gesetzt sind, da man auf jedem Level in den Sound eingreifen kann und man sehr direkt auch eigene Ideen und Visionen umsetzen kann. Durch das Improvisieren und die ungeplante, rohe Natur unserer Sets entstehen auch viele glückliche Zufälle, die den Reiz am Live spielen noch erhöhen. Wir wollen allerdings auch beifügen, dass die Unplanbarkeit an dieser Musik auch frustrierend sein kann. Wenn wir nicht in den Flow kommen und es sich mal nicht so anhört, wie wir uns das vorstellen, ist das zum Verzweifeln. Im Vergleich zum Auflegen, haben wir nun das Gefühl, dass wir unsere eigene Musik spielen, was bei einem DJ-Set oftmals nicht der Fall ist. Das nehmen wir einerseits als extrem bereichernd und befriedigend wahr, andererseits kann das auch verunsichern.


Wo spielt ihr am liebsten? Wo nicht viel zu viele Leute sind, wo es laut ist und dort, wo unser Freund*innen sind.

5. Was sind Grundbausteine eines Live Sets?

Da wären die Rhythmus Elemente, die wir auf einigen Geräten zusammenfassen. Sprich: Kicks, Hats, Snares und weitere. Dazu eine zueinander passende Synth-Section mit Texturen, Bässen, Pads, Leads, und experimentelleren Elementen. Unsere Rhythmus Section besteht mehrheitlich aus Samples. Unsere Synths sind analog als auch digitale. Schliesslich lassen wir einige Geräte noch durch Effekte laufen und lassen alles in den Mixer rein.


Auf was achtet ihr euch bei eurer Musik besonders?

Bei den Stilen, die uns interessieren, spielt die Rhythmik eine besonders grosse Rolle. Da wir nicht viel Melodiöses spielen, liegt der Fokus also umso mehr auf dem Timing und Sounddesign. Uns interessiert auch das Thema der Regeln und Regelbüchern. Musik funktioniert nur dank Konvention und Regelmässigkeiten. Sie wird aber erst dann wirklich interessant, wenn die zuvor aufgebauten Regeln und Erwartungen gebrochen werden. Es handelt sich dabei um eine spielerische Auseinandersetzung mit der Musik und seiner Wahrnehmung. So werden auch Genres aufgegriffen und verarbeitet. Wir möchten keine einseitige Musik machen und sind daher bemüht ständig uns von neuem inspirieren zu lassen.


Spielt ihr nur live oder auch DJ-sets?

Das live spielen hat für uns persönlich momentan einen höheren Stellenwert. Wir beide haben mehr Spass und eine grössere Passion dafür. Daher, momentan nur live.



Habt ihr momentan Projekte an denen Ihr arbeitet?


Tibor: Ich arbeite an einem Soloprojekt unter dem Namen Tibor Isaak. Produktionen die sich irgendwo zwischen Ambient, Downtempo und Electro bewegen sind Produktionen mit denen ich mich derweilen intensiver beschäftige. Nicola: Ich probiere einfach ein wenig aus, habe allerdings momentan leider nicht genügend Zeit um mich noch auf weitere Musikprojekte genügend fokussieren zu können.

Schon seit längerer Zeit interessieren uns Ambient und Downtempo Experimente immer stärker und wir möchten eigentlich auch mehr solche Musik live vor Ort spielen. Auf welche Art und wie das dann sich anhören wird, muss sich aber immer noch weiter raus kristallisieren.


Wo wollt ihr mit eurer Musik hin?

Wir möchten mehr ausprobieren, umsetzen neuer Ideen und generell, alles tun, das uns gerade Spass macht. Wir wollen uns nicht an konventionelle Vorstellungen von Musik halten und möchten vor allem unser eigenes Ding machen.


Der Podcast 011 von Freigeister erscheint nächsten Donnerstag am 12.11.2020 auf unserem Soundcloud.

https://soundcloud.com/sterilelektronisch



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Podcast 011 erscheint am 12.11.20

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